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Wedding kämpft sich zum Klassenerhalt

 

12. Mai 2016, Tzwänn Marschalek

 

Der SC Wedding hat in der Deutschen Wasserball Liga den vorzeitigen Klassenerhalt geschafft. Am vergangenen Wochenende beendeten die Nordberliner die Best-of-Three-Serie der sogenannten Playdowns gegen den SC Neustadt erfolgreich mit 2:1. Die Siegpunkte sicherte sich der Kiezclub durch einen 9:6- und einen 11:3-Heimsieg. Mitte Juni geht es nun in einem Viererturnier noch um die Plätze 9 bis 12 der Liga.

 

Der Berliner Trainer Sören Mackeben hatte es vor der ersten Partie des Wochenendes für seine Jungs auf den Punkt gebracht: „Heute ist ein Sieg Pflicht.“ Denn nach der Auswärtsniederlage anderthalb Wochen zuvor stand Berlin mit dem Rücken zur Wand. Zuhause mussten zwei Siege her oder es würde wie in den beiden Vorjahren in die Abstiegsrunde gehen.

 

Das hatte gesessen, denn Berlin startete hoch konzentriert und erfolgreich. Kotowski versenkte gleich seine ersten beiden Schüsse im Neustädter Kasten, Hübscher legte bis zur ersten Viertelpause noch nach. Auch der erste Gästetreffer sorgte zunächst für keinerlei Aufregung beim SCW. Im Gegenteil: Sarosi – der spätere Spieler des Tages – erhöhte Mitte des zweiten Spielabschnitts auf 4:1.

 

Dann aber riss bei den Nordberlinern zunächst der Spielfaden. Zug um Zug kam Neustadt näher und ging kaum acht Spielminuten später sogar in Führung. Coach Mackeben reagierte mit einer Auszeit und fand offenbar die richtigen Worte, denn die nächsten beiden Angriffe beendeten erneut Sarosi sowie Arnhold jeweils erfolgreich. Die Gäste von der Weinstraße konnten zwar noch einmal ausgleichen, anschließend machten sie jedoch hauptsächlich mit zunehmender Aggressivität im Wasser auf sich aufmerksam – ein Spiel, dass die Schiedsrichter mit drei Spielverweisen, einem sogar mit Ersatz erst nach vier Minuten, ahndeten.

 

Die Wasserballer aus dem Kiez ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und spielten ihren Stiefel erfolgreich herunter. Knoop, Koch sowie Melwin Meißner sicherten mit ihren Toren den Tagessieg und somit den zwischenzeitlichen Ausgleich in der Serie. So nahm Berlin nicht nur das Gefühl des Erfolges mit in den Folgetag, sondern auch das Wissen, dass drei Neustädter Leistungsträger nach ihren Ausschlüssen für das zweite Spiel des Wochenendes gesperrt sein würden.

 

Der SCW startete denn auch hochmotiviert in die Partie am Sonntag. Eine geschlossene Defensive um einen gut aufgelegten Torwart Pawel Lis ließ hinten kaum Chancen für die harmlosen Neustädter zu, vorne brachten konzentriert vorgetragene Angriffe den gewünschten Erfolg. Bis zur ersten Pause zauberten Arnhold, Sarosi sowie zwei Mal Melwin Meißner bereits vier Tore für Wedding auf die Anzeigetafel. Einziger Wehrmutstropfen blieb das erste Neustädter Gegentor in der Schlusssekunde des Viertels.

 

Dieses Mal gab es jedoch keine Schwächephase bei den Berlinern. Spielabschnittübergreifend erhöhten Biegel, Kotowski, erneut Arnhold sowie Moritz Meißner auf 8:1. Das letzte Viertel brachte keine weitere Aufregung. Die Gäste trafen noch zwei Mal, aber Wedding spielte sich mit einem von Moritz Meißner vollendeten Fünfmeter sowie Toren von Völkel und Melwin Meißner zum Klassenerhalt.

 

Das letzte Heimspiel der Saison nutzten einige Akteure der Berliner auch für ihr letztes Auftreten mit dem SC Wedding. So geht Schlüsselspieler Marton Sarosi aus beruflichen Gründen in den Süden der Republik und steht daher für das DWL-Team von Sören Mackeben ab sofort nicht mehr zur Verfügung. Ebenfalls zurückgetreten ist aus persönlichen Gründen der diesjährige Co-Trainer Ralph Kleinschmidt.

 

Die Saison ist für den SCW allerdings noch nicht ganz beendet. Am 11. und 12. Juni wird es in Duisburg noch ein Turnier um die Plätze 9 bis 12 der DWL geben. Erster Gegner der Berliner wird dann der gerade aus der A-Gruppe in die untere Tabellenhälfte zurückgekehrte SVV Plauen.

 

Für den SCW spielten: Lis – Melwin Meißner (1 Tor am Samstag/ 3 Tore am Sonntag), Arnhold (1/2), Sarosi, Kotowski (je 2/1), Moritz Meißner (0/2), Knoop, Koch, Hübscher (je 1/0), Völkel, Biegel (je 0/1), Langner, Drachenberg

 

 

 

 

 

 

 

Harter Kampf: Die Mackeben-Sieben ließ sich von den hart agierenden Neustädtern nicht provozieren und kämpfte sich zum Klassenerhalt.

 

Fotos: SCW

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