201505_playdowns_SCN_SCW

Wedding verpasst vorzeitigen Klassenerhalt

 

11. Mai 2015, Tzwänn Marschalek

 

Durch zwei Niederlagen in hart umkämpften Partien gegen den SC Neustadt hat der SC Wedding am vergangenen Wochenende den vorzeitigen Klassenerhalt in der Deutschen Wasserball Liga verpasst. In der Stadt an der Weinstraße hatten die Nordberliner Kiezwasserballer mit 7:11 und 6:9 das Nachsehen und mussten so trotz 1:0-Führung das Best-of-Three-Duell verloren geben. Jetzt geht es ab Donnerstag in einem Best-of-Five-Vergleich gegen die SGW Leimen/Mannheim endgültig um den Verbleib im obersten deutschen Wasserballhaus.

 

Im Neustädter Stadionbad fand die Sieben von Trainer Stefan Tschierschky am Samstag und Sonntag nie richtig ins Spiel. Obwohl hochmotiviert angereist und mit einem 11:8-Heimsieg von der Vorwoche im Rücken, gelang es nicht sich von den Gastgebern aus der Pfalz abzusetzen. Dabei schafften es die Berliner im ersten der beiden Vergleiche zumindest zunächst noch die Spannung hochzuhalten. Sarosi, Knoop, Moritz Meißner und Kotowski hielten den SCW bis zum 4:4 kurz vor dem Seitenwechsel im Rennen.

 

Dann aber zogen die Gastgeber vom SC Neustadt uneinholbar davon. Bereits vor der Halbzeitpause überwanden diese den erneut stark parierenden Pawel Lis im Berliner Tor weitere zwei Mal; erst beim 4:8-Rückstand im dritten Viertel gelang es erneut Kotowski den nächsten Treffer für die Mannen aus der Hauptstadt zu markieren. Die weiteren Tore vom abermals erfolgreichen Moritz Meißner und Rechtsaußen Ralph Kleinschmidt waren schließlich nur noch Ergebnismakulatur – Wedding hatte mit 7:11 das Nachsehen.

 

„Wir haben nie die richtige Bindung ins Spiel gefunden“, kommentierte Trainer Stefan Tschierschky am Samstag. „Zu passiv und zu schlecht in der Chancenauswertung – da reicht leider auch kein guter Mann zwischen den Pfosten. Morgen also ausgeruht ins dritte Duell und dann wird der Kiez beben.“

 

Das aber gelang nicht. Stattdessen ein ähnliches Bild wie tags zuvor: Die Berliner Kiezwasserballer starteten zu wenig gefährliche Aktionen und brachten ihre Chancen nicht im Tor der Neustädter unter. Vor allem im Überzahlspiel konnte der SCW keine entscheidenden Akzente setzen, obwohl das Schiedsrichtergespann insgesamt 14 Ausschlüsse gegen den Gastgeber von der Weinstraße verteilte. Überhaupt zeugten 27 persönliche Fehler von einer harten Partie, in der letztlich auch Doppelschläge von Kotowski und Koch sowie jeweils ein Treffer von Moritz Meißner und Schulz keine Hilfe waren.

 

Jetzt reisen die Nordberliner am Donnerstag erneut in den Süden der Republik und müssen in einem direkten Vergleich mit dem Hauptrundenletzten von der SGW Leimen/Mannheim um den Klassenerhalt buhlen. Gespielt wird nach dem Best-of-Five-Modus, sodass der Kiez im besten Fall am kommenden Sonntag vor heimischer Kulisse den Verbleib in der DWL perfekt machen könnte. „Wir wollen unbedingt so schnell wie möglich den Sack zumachen“, so Mannschaftskapitän Sascha Knoop am Montag nach der schmerzhaften Niederlage. „Dazu müssen wir ab Donnerstag ein Feuerwerk zünden und würden uns freuen, wenn uns in den anschließenden Heimspielen am Samstag und Sonntag so viele Fans wie möglich unterstützen.“

 

Der SCW spielte mit: Lis – Kotowski (2 / 2 Tore), Moritz Meißner (2 / 1), Koch (0 / 2), Sarosi, Knoop, Kleinschmidt (je 1 / 0), Schulz (0 / 1), Hübscher, Grütte, Melwin Meißner, Biegel, Langner

 

 

 

 

#nurderkiez

Copyright © SC Wedding 1929 e.V. Kontakt Impressum