Neuzugänge

Sieben neue Namen im SCW-Kader

 

14. September 2015, Tzwänn Marschalek

 

Mit gleich sieben Neuzugängen hat sich der Wasserball-Bundesligist SC Wedding für die Saison 2015/16 verstärkt. Einige der neuen SCW-Spieler zeigten sich bereits auf dem Abendroth-Pokal Ende August, einige sind gerade erst zur Mannschaft gestoßen, einer plant erst für das Saisonende. Eine Kurzvorstellung.

 

Man könnte meinen, Yannick Arnhold hat die Gunst der Stunde genutzt. Den Hamburger, der im Sommer mit Poseidon noch knapp am Aufstieg in die DWL vorbeischrammte, zog ein Jobangebot in die Hauptstadt. Seit Juli trainiert er nunmehr unter Sören Mackeben und zeigt sich bereits jetzt als echte Verstärkung für die DWL-Wasserballer im Kiez. Der vormals als Center agierende Arnhold steht in Berlin in der Defensive: Bei seinen ersten Einsätzen zum Abendroth-Pokal spielte er auf der Centerverteidigerposition. SCW-Coach Mackeben weiß: „So kann er seinen gefährlichen Schuss besser einbringen.“ Das tat er denn auch Ende August – insgesamt dreimal konnte er sich ins Protokoll eintragen.

 

Ein weiterer Neuzugang aus dem Norden ist Tom Völkel. Der Student agierte in der vergangenen Saison noch als Goalgetter bei der HSG Warnemünde – zuvor war er ebenfalls in Hamburg aktiv. Aufgrund seines Studiums verweilt der Nordmann aber schon länger in Berlin und trainierte bereits im vergangenen Jahr mit dem Weddinger Team. Diese Saison folgte dann die Vertragsunterzeichnung – und die ersten drei Tore beim Abendroth-Pokal.

 

Aus dem engeren Umfeld der Berliner kommen Julian Drachenberg sowie Josef Immermann. Bei den beiden Nachwuchsakteuren entwickelte auch der Trainerwechsel in Berlin eine gewisse Sogwirkung. Drachenberg etwa, der mit dem OSC Potsdam unter anderem Deutscher D-Jugendmeister wurde, in der Jugendnationalmannschaft mitwirkte und im DWL-Team der Brandenburger zu den Schlüsselspielern zählte, verspricht sich vom SCW „ein cooles Team, mehr Verantwortung, Spielzeit und einen weiteren Entwicklungsschritt“. Dafür ist Drachenberg auch privat den nächsten Schritt gegangen: Der frisch gebackene Abiturient ist gerade nach Berlin umgezogen und nimmt im Oktober ein Psychologiestudium auf.

 

Eine längere Liste an Erfolgen weist auch Immermann auf, der zuvor im erweiterten Kader des amtierenden deutschen Meisters, Wasserfreunde Spandau, stand. Zwei deutsche Meistertitel, ein Pokalsieg, ein Vizemeistertitel und Jugendnationalmannschaft stehen schon heute auf der Erfolgsliste des 18-Jährigen. Mit Wedding erhofft sich Immermann die Rückkehr in die A-Gruppe der DWL. „Dann kann man auch mal gegen die „Großen“ was reißen“, so der Berliner Neuzugang.

 

Wertvollster Neuzugang aus dem Ausland dürfte Dominik Farkas sein. Der gebürtige Ungar lernte sein Handwerk bei Vasas SC, einem Club der auch mehrere Olympiasieger hervorbrachte. Neben einer ungarischen Nachwuchsmeisterschaft zählt der 22-Jährige auch einige regionale und nationale Erfolge mit seiner Universitätsmannschaft am West Valley College in Kalifornien zu den Highlights seiner Karriere. Nunmehr will er sein Studium an der International Business School in Berlin vollenden und gibt Sören Mackeben so eine weitere gute Option im Weddinger Kader.

 

Die lange Liste der neuen Namen komplettieren Jemal Zabakhidze aus Georgien, der in Berlin ein Studium aufgenommen hat und dafür aus Tiflis zum SCW wechselt sowie Jakob Nösslein vom OSC Potsdam. Letzterer hatte erst im vergangenen Jahr mit der U19-Auswahlmannschaft die zweite Liga Ost für sich entschieden. Er lässt jedoch noch einige Zeit auf sich warten, wie Sören Mackeben erklärt: „Jakob ist auf Weltreise gegangen: Er versucht mit dem Fahrrad den Orient zu erreichen und kehrt vermutlich erst zum Ende der Saison ins Team zurück.“

 

Neue Gesichter im Kiez (v.l.): Julian Drachenberg, Tom Völkel, Dominik Farkas, Yannick Arnhold, Josef Immermann, Jemal Zabakhidze.

 

Foto: S.Marschalek

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