201510_Ehrl-Cup

Harte Arbeit nicht belohnt – SCW mit Platz 5 beim Ehrl-Cup

 

10. Oktober 2015, Tzwänn Marschalek

 

Die Bundesligawasserballer des SC Wedding belegten am vergangenen Wochenende im stark besetzten Andreas Ehrl-Cup des OSC Potsdam den fünften Platz. Gegen die A-Gruppengegner SVV Plauen, SV Krefeld und Wasserfreunde Spandau sowie den Ligarivalen aus der brandenburgischen Landeshauptstadt konnte letztlich kein Sieg errungen werden. Dennoch fiel die Bilanz von Spielern und Trainerteam nicht grundsätzlich schlecht aus.

 

„Wir haben teilweise gut gespielt und teilweise schwächer. Wir waren gegen zwei A-Gruppengegner nah am Punktgewinn. Das geht in Ordnung für ein Vorbereitungsturnier“, urteilte Sören Mackeben nach dem letzten Spiel der Weddinger.

 

Mit den genannten A-Gruppengegnern meinte der Berliner Coach den SVV Plauen und den SV Krefeld. In beiden Partien lagen die Kiezwasserballer zunächst zurück, gingen temporär in Führung und ließen sich letztlich doch noch das Heft aus der Hand nehmen. Böse Zungen könnten gar behaupten, die Berliner seien auch etwas vom Pech verfolgt gewesen. So brach sich Neuzugang Dominik Farkas gleich im ersten Berliner Angriff durch einen unglücklichen Handgriff im Zweikampf den Finger. Die anfängliche Unruhe wich jedoch schnell, bis der mit drei Treffern erfolgreichste Werfer gegen die Nordrhein-Westfalen, Marton Sarosi, Mitte des dritten Viertels den zwischenzeitlichen 6:6-Ausgleich herstellte. Insbesondere in der Endphase passierten der in großen Teilen neu zusammengestellten Mackeben-Truppe dann aber zu viele leichte Fehler, sodass Krefeld letztlich mit 11:8 die Nase vorn hatte.

 

Gegen die erst im vergangenen Jahr in die A-Gruppe aufgestiegenen Plauener dann ein ähnliches Bild: Plauen ging rasch mit 1:0 in Führung, dann aber drehte der SCW auf und geriet bis zum zwischenzeitlichen 7:6 nicht mehr in Rückstand. Erfreulich aus Weddinger Sicht war dabei neben dem konzentrierten Spielverlauf auch die Integration der Neuzugänge. Julian Drachenberg etwa, der sich im Potsdamer Brauhausberg-Bad nach seinem Wechsel von der Havel immer Sommer noch immer sichtlich wohl fühlte, erzielte gegen Plauen drei Treffer. Doch auch diese konnten nicht verhindern, dass Wedding wieder die schwächere Schlussphase erwischte. Besonders ärgerlich: 24 Sekunden vor Schluss hatten die Nordberliner beim Stand von 9:10 per Strafwurf noch die Chance zum Ausgleich. Doch ein offensichtlicher Eingriff in den Wurf von Philipp Kotowski wurde vom Schiedsrichtergespann nicht geahndet, sodass es bei diesem Ergebnis blieb.

 

Im ersten Spiel am Sonntagmorgen wirkte der SCW weniger ausgeschlafen als der Ligarivale OSC Potsdam. Kein Wunder also, dass es beim Seitenwechsel bereits 7:3 für den Gastgeber stand. Eine starke Phase ab dem dritten Spielabschnitt sorgte zwar dafür, dass Wedding sich bis auf 7:9 herankämpfte; nach der letzten Sirene war der 4-Tore-Abstand jedoch wieder hergestellt. 10:14 hieß es aus Berliner Sicht.

 

Damit war der Drops für die Berliner gelutscht, denn mehr als Hoffnungen konnte man sich im letzten Spiel gegen Rekordmeister Spandau nicht machen. Viele leichte Fehler und ein zu wenig körperliches Spiel sorgten denn auch für eine schnelle Entscheidung. Immerhin konnten sich Grütte, Koch und Arnhold noch jeweils einmal als Torschützen im Protokoll verewigen. Der Endstand – 3:20.

 

Damit sind es kaum mehr zwei Wochen, bis die Bundesliga am 24. Oktober mit einem Heimspiel gegen den SC Neustadt wieder losgeht. Bereits eine Woche zuvor müssen die Mannen vom SCW zudem in der zweiten Runde des Deutschen Wasserball Pokals nach Weiden. Sören Mackeben versprach in jedem Fall, dass er die verbleibende Zeit mit dem Team gut nutzen wolle: „Die Saison ist lang und wir werden daran arbeiten, dass wir die guten Phasen des Turniers festigen und aus den Fehlern der schwächeren Phasen lernen.“

 

Für den SCW spielten:

Lis, Marschalek – Drachenberg (5 Tore), Koch, Sarosi, Völkel (je 4), Knoop, Grütte, Kotowski, Langner, Moritz Meißner (je 2), Hübscher, Arnhold, Melwin Meißner (je 1) Immermann, Schulz, Farkas

 

 

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