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SCW verpasst Viertelfinaleinzug

 

25. April 2016, Tzwänn Marschalek

 

Nach einer 4:12-Niederlage mussten die Bundesliga-Wasserballer des SC Wedding am vergangenen Samstag ihre Playoff-Träume begraben. Die Nordberliner waren im entscheidenden fünften Duell der Best-of-Five gegen den favorisierten Kontrahenten vom SV Bayer Uerdingen letztlich deutlich unterlegen. Weiter geht es für die Truppe von Sören Mackeben nunmehr Anfang Mai mit den sogenannten Playdowns um den Verbleib in der Deutschen Wasserball Liga.

 

So dicht können Freud und Leid im Sport beieinander liegen. Noch am Donnerstag hatte Kapitän Sascha Knoop seine Mannschaftskameraden nach dem hauchdünnen Ausgleich in der Pre-Playoff-Serie gegen Bayer Uerdingen angestachelt: „So nah war die A-Gruppe noch nie!“ Entsprechend motiviert waren die Berliner zur alles entscheidenden Auswärtspartie bereits am Freitag aufgebrochen. Doch letztlich sollte es eben nicht sein.

 

Wedding zeigte sich auf dem Spielfeld gänzlich anders als noch zwei Tage zuvor in eigener Halle. Hinzu kam sichtbare Nervosität in den Reihen der Hauptstädter. Sinnbildlich dafür stand das 0:1 der Uerdinger nach kaum einer Spielminute, dem ein unglücklicher Pass des bis dato überragenden Berliner Torhüters Lis vorausgegangen war. Viele defensive Unaufmerksamkeiten kamen bei den Gästen hinzu.

 

So machte Völkels Tor zum zwischenzeitlichen 1:2 in der Mitte des ersten Spielabschnitts zwar Hoffnung, der Gastgeber aus Krefeld schlug jedoch immer mit doppelter Kraft zurück. Erst beim Stand von 1:5 bzw. 2:7 gelangen Sarosi in der Folge die nächsten Berliner Treffer. Dennoch gab sich die Truppe von Sören Mackeben nicht auf: Noch in der Halbzeitpause blickte man zuversichtlich auf den Fünf-Tore-Rückstand.

 

Schlussendlich war man allerdings zu keinem Zeitpunkt in der Lage die mitgebrachte Motivation auch in Leistung zu übertragen. In der zweiten Spielhälfte gelang – trotz zahlreicher Großchancen und einem Fünfmeter-Strafwurf – lediglich Koch noch ein erfolgreicher Torabschluss. Die Defensive verbesserte sich zwar im Vergleich zum Spielbeginn – der Tribut aus dem gezwungenermaßen risikoreicheren Offensivspiel waren jedoch vier weitere Gegentore.

 

„Der Plan war“, so erklärte Coach Mackeben nach dem Abpfiff des Spiels, „dass wir einen guten Tag haben und Bayer einen schlechten. Das war heute eher andersherum. In der Verteidigung haben wir sehr viele Fehler gemacht und gleichzeitig vorne die falschen Entscheidungen getroffen. Glückwunsch an Bayer – verdient und überlegen gewonnen. Glückwunsch an meine Spieler für eine starke Serie!“

 

Nach den Regularien der DWL erwartet den SC Wedding nunmehr der Kampf um den Klassenerhalt. In der ersten Runde der dafür entscheidenden Playdowns treffen die Berliner ab dem 7. Mai auf den SC Neustadt. Um vorzeitig den Verbleib im Oberhaus des deutschen Wasserballs zu sichern, muss Wedding dann zwei von maximal drei Spielen gewinnen, wobei die Partien zwei und drei jeweils im heimischen Kombibad Seestraße bestritten würden.

 

Für den SCW spielten: Lis – Sarosi (2 Tore), Völkel, Koch (1), Arnhold, Hübscher, Drachenberg, Langner, Biegel, Moritz und Melwin Meißner, Knoop, Kotowski

 

 

 

 

 

 

 

Gute Stimmung: An der Motivation hat es nicht gelegen - die Weddinger reisten für die Partie in Uerdingen bereits am Freitag an.

 

Foto: Yannick Arnhold / SC Wedding

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