201608_Abendrothpokal_2016_Bericht

Wedding mit Rang 4 beim Abendrothpokal

 

12. September 2016, Tzwänn Marschalek

 

Der SC Wedding hat die 43. Ausgabe des Internationalen Abendrothpokals mit Platz 4 beendet. Im Spiel um Platz 3 unterlag die von Co-Trainer André Koch gecoachte Truppe am Sonntag dem OSC Potsdam mit 4:10. Zuvor hatte es für die personell stark veränderten Berliner jeweils einen Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage gegeben.

 

Das Teilnehmerfeld der 2016er Ausgabe des traditionellen Weddinger Vorbereitungsturniers spickten auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Teams aus dem Ausland und der Deutschen Wasserball Liga. Neben Mannschaften aus Bari (Italien), Slagelse (Dänemark) und Vilnius (Litauen) traten auch die Weddinger Ligakonkurrenten SVV Plauen, OSC Potsdam, Poseidon Hamburg sowie der SV Weiden an.

 

Für die Berliner gab es in den insgesamt vier Partien mit verkürzter Spielzeit einige Neuerungen. Neben der Abwesenheit von Cheftrainer Sören Mackeben und dem ersten Einsatz des langjährigen Akteurs André Koch auf der Trainerbank ging es hierbei vor allem auch um personelle Änderungen im Wasser. So hatten mit dem gerade erwähnten Koch auch die Berliner Leistungsträger Jeldrik Biegel (Karriereende) und Marton Sarosi (beruflich bedingter Umzug) den Kader am Ende der vergangenen Saison verlassen (beide wurden während des Abendroth-Pokals mit einem letzten Einsatz verabschiedet). Kapitän Sascha Knoop will darüber hinaus seinen Einsatz zurückfahren. Zum Team neu dazu gestoßen sind einige Nachwuchsspieler sowie ein australischer Neuzugang, wobei zum Abendrothpokal noch nicht alle Akteure einsatzfähig waren. "Wir werden uns in dieser Saison auf einen harten Kampf einstellen müssen", heißt es aus dem SCW-Mannschaftskreis. "Wir greifen mit unseren Erwartungen an die Saison nicht zu hoch, stecken den Kopf aber auch nicht vorab in den Sand."

 

Unter den besagten Bedingungen taten sich die Nordberliner im ersten Spiel auch noch sichtlich schwer. Bis zur Halbzeitpause hatte lediglich Langner einmal getroffen - die Anzeigetafel zeigte ein wenig erbauliches 1:1. In der zweiten Halbzeit steigerte sich die Truppe des SCW allerdings vor allem in der Offensive, sodass am Ende ein doch ungefährdeter 6:3-Sieg zu Buche stand. Im zweiten Spiel am Samstagmittag ging es für Berlin dann nicht über ein 5:5 gegen den gerade erst aus der DWL abgestiegenen SV Weiden hinaus. "Das sind die Spiele, die wir dieses Jahr gewinnen müssen", kommentierte Trainer Koch wenig amüsiert nach der Partie, in der der SCW eigentlich klar überlegen gewesen war.

 

Problematisch war der Punktverlust letztlich aber nicht, da Weiden gegen Vilnius am späteren Nachmittag den Kürzeren zog und Wedding daher bereits als mindestens Gruppenzweiter feststand. Daran änderte sich auch nichts mehr, denn im abschließenden Gruppenspiel gegen den späteren Turniersieger aus Plauen kam die Koch-Sieben lediglich auf ein 4:11.

 

Das Zwischenfazit am Samstagabend fiel insgesamt aber okay aus, sodass es auf der traditionellen Turnierfete am Plötzensee rund gehen konnte. Das die Berliner am Sonntagmorgen gegen Europapokalteilnehmer Potsdam eher blass wirkten und letztlich im Wasser deutlich den Kürzeren zogen, dürfte daher auch nur zum Teil an der wasserballerischen Leistungsfähigkeit gelegen haben.

 

Ein abschließender Dank für die wie üblich hervorragend organisierte Veranstaltung geht an alle Unterstützer und Helfer, unter anderem an das Organisationsteam, das Schiedsrichtergespann, die Stifter der Wettkampfpreise und neuen SCW-Spielbälle und an das Team der Berliner Bäder Betriebe, das trotz des enormen Andrangs im Schwimmbad dafür sorgte, dass das Turnier reibungslos über die Bühne gehen konnte.

 

 

 

Neuer Unterstützer am Beckenrand: Für Ex-Spieler André Koch war es der erste Einsatz für den SC Wedding außerhalb des Beckens.

 

Fotos: Tom Völkel

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