201610_Ehrl-Cup

SCW verhaut Saison-Generalprobe

 

14. Oktober 2016, Tzwänn Marschalek

 

Der SC Wedding hat in der Vorbereitung der neuen Saison der Deutschen Wasserball Liga den letzten Test absolviert. Beim Ehrl-Cup traten die Berliner gegen die A-Gruppenvertreter SG Neukölln, Waspo Hannover und den gastgebenden OSC Potsdam sowie den Aufsteiger von Poseidon Hamburg an. Letztlich standen vier Niederlagen zu Buche. Das ist noch kein Grund zur Sorge, aber doch ein deutliches Zeichen, dass die Mackeben-Sieben bis zum Saisonstart in eineinhalb Wochen noch einige Arbeit vor sich hat.

 

Los ging es für den SCW gleich in der ersten Turnierpartie am Samstag gegen den diesjährigen Europapokalteilnehmer aus Potsdam - mit einem denkbar schlechten Start. Trotz der Mahnungen von Coach Sören Mackeben vor allem in der Defensive konzentriert zu arbeiten, überrannte der Angriff der Gastgeber ein ums andere Mal die Verteidigung der Berliner. Am Ende blieb die wenig zufriedenstellende Bilanz, dass bei der 6:24-Niederlage weit mehr als 10 Tore durch Konter der Gegner erzielt worden waren.

 

In der zweiten Partie gegen den Vorjahresdritten der DWL aus Hannover stimmte zumindest die Einstellung der Berliner versöhnlicher. Gegen die technisch und konditionell überlegenen Niedersachsen ließen erst in der zweiten Hälfte die Kräfte merklich nach: 6:23 blieb als Schlussstand.

 

Diesen Auftakt galt es natürlich schnell abzuhaken und für die Partie gegen die SG Neukölln am Sonntagmorgen frischen Mut zu sammeln. Das gelang zum großen Teil auch, denn das Berliner Derby konnte man nach dem Turnier wohl als die beste Leistung der Weddinger bezeichnen. Zwar ging man auch hier mit 6:11 leer aus. Bis zum Zwischenstand von 4:5 kurz nach dem Seitenwechsel zeigte die Mackeben-Sieben jedoch, dass bei entsprechendem Willen und der nötigen Konzentration der Leistungsunterschied zu den A-Gruppen-Aufsteigern weiterhin nicht zu groß ist.

 

Das gute Gefühl aus der dritten Partie konnten die Nordberliner jedoch nicht in das letzte der vier Spiele an diesem Wochenende übertragen. Gegen die aus Hamburg angereisten Aufsteiger gelang von Beginn an nur sehr wenig. So lief Wedding das gesamte Spiel über einem Rückstand hinterher und ließ diesen bis zum Schlussstand von 6:10 auf vier Tore anwachsen.

 

Vor der Saison schreibt man im Weddinger Kiez also wasserballerisch noch große Fragezeichen in die Luft. Das war nach dem großen personellen Umbruch vor der Saison auch nicht unbedingt überraschend. Sören Mackeben kommentierte nach dem Wochenende dennoch sichtbar nachdenklich: „Aller Anfang ist schwer. Und dann geht es auch noch meist nicht konstant nur nach oben. Wir müssen insbesondere im Angriff arbeiten. 6 Tore im Schnitt ist einfach zu wenig. In diesem Sinne: Feuer frei!“

 

Ob Mackebens Mannschaft diese Parole umsetzen kann, wird sich im ersten Spiel der neuen DWL-Saison am 22. Oktober 2016 zeigen. Dann trifft der SCW im heimischen Kombibad Seestraße auf den SC Neustadt. Die Anfangszeiten haben sich dieses Jahr verändert: Das Anschwimmen startet nunmehr bereits 17:30 Uhr. Der Eingang zur Halle erfolgt über den Haupteingang.

 

 

 

 

Blick voraus: Bis zum Saisonstart am 22. Oktober hat der SC Wedding noch einige Vorarbeit zu leisten.

 

Foto: Wapopic

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