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SCW scheidet nach Pokalfight aus

 

14. November 2016, Tzwänn Marschalek

 

Der SC Wedding ist im Deutschen Wasserballpokal in der zweiten Runde ausgeschieden. Nach einem verkorksten Start (0:5 im ersten Viertel) kämpften sich die Berliner im Duell gegen den SVV Plauen zwar ins Spiel zurück, zogen letztlich aber mit 7:10 den Kürzeren.

 

Im Deutschen Pokal treten Wasserball-Teams aus ganz Deutschland gegeneinander an. Der Sieger des Spiels zieht in die nächste Runde ein. Insgesamt gibt es vier Spielrunden, bevor die Teilnehmer des Final-Four-Turniers feststehen. Dieses findet im Frühjahr 2017 statt. Der SC Wedding stieg als zwölftplatzierter Verein in der Vorsaison der Deutschen Wasserball Liga (DWL) erst in der zweiten Runde des Turniers ein. In der ersten Runde spielten nur Teams aus niedrigeren Ligen.

 

Der SVV Plauen spielt in dieser Saison gemeinsam mit dem SCW in der B-Gruppe der DWL und ist hier sehr erfolgreich gestartet. Mit drei Siegen in drei Spielen – noch dazu alle auswärts – ging Plauen mit der Favoritenrolle in das Pokalduell. Aber auch die Wasserballer aus dem Kiez hatten ihre ersten beiden Partien gut hinter sich gebracht und vor heimischer Kulisse jeweils Siege eingefahren. Vor Wochenfrist hatte Trainer Sören Mackeben nach dem Sieg gegen den SV Cannstatt noch zusammengefasst: "Das war eine gute Leistung; diese müssen wir jetzt mitnehmen in das erste Auswärtsspiel in Hamburg und das Pokalspiel kommende Woche."

 

Aber der Start der Partie gegen Plauen ging bei den Berlinern vollends in die Hose. Im Angriff fehlten die letzte Konsequenz und das berühmte Quäntchen Glück; in der Defensive ließ man die flüssig agierenden Kontrahenten zu leicht gewähren. Hängende Gesichter also bei den SCW-Akteuren, die in der ersten Viertelpause einen Rückstand von 0:5 auf der Anzeigetafel vorfanden.

 

Aber Sören Mackeben fand offenbar die richtigen Worte, denn Berlin ging quasi generalüberholt zurück ins Wasser. Völkel ließ zwar zunächst noch einen Fünfmeter-Strafwurf ungenutzt, sein Mannschaftskamerad Moritz Meißner machte es wenig später aber besser und brachte den SCW mit dem 1:5 wieder ins Spiel. Plauen stellte zwar kurz darauf die Fünf-Tore-Führung wieder her, Kotowski erzielte aber kurz darauf per Fernschuss das 2:6.

 

Der Lauf der Berliner sollte zunächst anhalten: Melwin Meißner mit einem schönen Winkelschuss und Julian Drachenberg brachten Berlin zu Beginn des dritten Viertels erstmals auf zwei Tore heran. Nach einer Unaufmerksamkeit in der Berliner Defensive folgte jedoch prompt auch das nächste Tor der Gäste.

 

Insbesondere in dieser Phase musste man den Berlinern zusprechen, dass sie niemals die Hoffnung aufgaben. Zunächst war erneut Melwin Meißner zum 5:7 erfolgreich; nach weiterem Hin und Her waren es Arnhold und Balaban, die fünf Minuten vor Spielende das 7:9 markierten. Dichter kam man letztlich aber nicht mehr an die souverän zu Ende spielenden Plauener heran. Die umkämpfte, aber dennoch äußerst faire Partie endete mit einem 7:10 für die Vogtländer.

 

„Wir haben hier heute den Start verschlafen“, bemängelte SCW-Trainer Mackeben nach dem Abpfiff. „Das ist natürlich murks. Dennoch mache ich meiner Mannschaft ein Kompliment dafür, wie sie hier heute Charakter gezeigt und sich zurück gekämpft hat. Ich bin mir sicher, dass wir Plauen in der Liga noch zwei Mal einen harten Kampf liefern werden.“

 

In besagter Liga geht es für Wedding am kommenden Wochenende weiter. Dann treffen die Berliner auswärts auf Poseidon Hamburg. Das nächste Heimspiel findet am 10. Dezember gegen den Duisburger SV 98 statt.

 

Der SCW spielte mit: Lis, Marschalek – Melwin Meißner (2 Tore), Moritz Meißner, Arnhold, Drachenberg, Kotowski, Balaban (je 1), Knoop, Burde, Hurpin, Langner, Völkel

 

 

 

 

Torschütze zum 6:2: Kapitän Philipp Kotowski gab im Spiel gegen den Gast aus dem Vogtland niemals die Hoffnung auf.

 

Foto: SCW

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