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Auch eine lange Reise beginnt mit dem ersten Schritt…

 

24. März 2017, Tzwänn Marschalek

 

Der SC Wedding hat mit einem 8:6-Heimsieg über den Duisburger SV den zweiten Platz der B-Gruppe der Deutschen Wasserball Liga verteidigt. Hauptattraktion des vergangenen Samstags im Kombibad Seestraße war jedoch das erste Duell der neugegründeten U11-Jugendmannschaft des SCW - auch wenn dieses gegen die Wasserfreunde Spandau mit 1:29 noch deutlich verlorenging.

 

Es war eines der vielen Spitzenspiele, die für den SC Wedding in den letzten Wochen der Hauptrunde der DWL anstehen: Zu Gast am vergangenen Samstag war der Duisburger SV, der in der Tabelle nur knapp hinter den Berlinern rangierte. Um den zweiten Platz zu verteidigen und damit eine bessere Ausgangsposition für die ab Mitte April startenden Playoffs zu haben, musste also ein Sieg für Wedding her. Keine einfache Aufgabe - auch wenn die Gäste aus verschiedenen Gründen nicht mit voller Mannschaftsstärke anreisen konnten.

 

Und Berlin spielte souverän auf. Entgegen den zuletzt gespielten Partien überzeugte der SCW vom ersten Angriff an. Letzten versenkte Arnhold direkt aus der Centerposition; Drachenberg gelang Mitte des ersten Viertels zudem sein erstes Saisontor. Duisburg glich zwar bis zum 2:2 jeweils noch aus. Ab dem 3:2, das Balaban in der vierten Minute des zweiten Spielabschnitts erzielte, zogen die Gastgeber jedoch peu-à-peu davon. Noch vor dem Seitenwechsel vollendete Melwin Meißner erfolgreich eine weitere Berliner Attacke, dann trafen bis Ende der dritten Spielperiode noch Hübscher, Völkel sowie erneut Balaban.

 

Gleichzeitig leistete sich die Berliner Defensive um den gut aufgelegten Torhüter Lis kaum Unachtsamkeiten. Einzige Ausnahme blieb der Beginn des letzten Viertels als Duisburg noch einmal auf zwei Treffer herankam und darüber hinaus eine Eins-gegen-eins-Situation vor dem Tor des SCW leichtfertig aus der Hand gab. Das Aufbäumen der Gäste endete jedoch mit Moritz Meißners letztem Tor in der Schlussminute. Das abschließende 6:8 der Duisburger mit der Schlusssirene änderte nichts mehr am Sieg des SC Wedding.

 

Im Mittelpunkt des Samstagabendspektakels im Kombibad Seestraße sollte aus Sicht der Kiezwasserballer aber ein ganz anderes Ereignis stehen. Erstmals sprang nach dem Bundesligateam die neuformierte U11-Jugendmannschaft des SCW ins Wasser. Unter Leitung von Philipp Kotowski und Staffan Langner wurde deutlich, dass man gegen die übermächtigen Gegenspieler von den Wasserfreunden Spandau noch nichts auszusetzen hatte. 1:29 endete denn auch die Partie aus Sicht der Weddinger. Dennoch sollte das Positive an diesem Abend im Vordergrund stehen: Erstmals konnte der SC Wedding nach Jahren wieder eine eigene Mannschaft in der jüngsten Altersklasse auf die Beine stellen; acht Kinder waren im Einsatz, wobei der Jüngste, Max Stork, aufgrund geltender Altersbeschränkungen noch nicht mit ins Wasser durfte; und schließlich bleibt die Erinnerung an das erste Erfolgserlebnis, das vielumjubelte Tor von Silas Thomas.

 

Positive Töne verbreitete auch Bundesliga-Coach Sören Mackeben nach dem Abend: "Wir freuen uns sehr über unsere U11. Das wird super! Ich habe in meinem ersten Spiel definitiv mehr als 40 Tore kassiert." Und das will etwas heißen, denn bekanntermaßen führte Mackeben später die deutsche Nationalmannschaft als Kapitän zu den Olympischen Spielen nach Peking.

 

Die SCW-Bundesligawasserballer waren: Lis - Balaban (2 Tore), Moritz und Melwin Meißner, Arnhold, Drachenberg, Hübscher, Völkel (je 1), Knoop, Schlegelmilch, Burde, Kotowski, Langner

 

Für den SCW-Nachwuchs spielten: Agon Mustafi, Frederik Filjabow, Silas Thomas (1 Tor), Arthur Friebe, Kolja Kleiner, Arthur Bissinger, Maxim Schendel, Gerald Kessler

 

 

 

Spieler und Coach: Staffan Langner trat zunächst im Duell gegen den Duisburger SV an und half dann als Betreuer der U11 aus.

 

Foto: Wapopic

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