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Weddinger Wasserballer enttäuschen doppelt

 

2. Mai 2017, Tzwänn Marschalek

 

Die Akteure des SC Wedding haben ein enttäuschendes Wochenende hinter sich gebracht. Die Berliner verloren in der ersten Runde der sogenannten Playdowns um den Klassenerhalt in der Deutschen Wasserball Liga (DWL) mit 7:11 gegen den SV Cannstatt. Wenig später verlor die Reservemannschaft des Bundesligisten im Viertelfinale des Ostdeutschen Pokals mit 7:16 gegen den SV Zwickau.

 

„Wir haben verdient verloren, weil wir einfach zu unkonzentriert waren“, kommentierte Kapitän Philipp Kotowski nach dem Abpfiff das Abschneiden der Weddinger im Freibad Bietigheim. Auf Letzteres mussten die Gastgeber vom SV Cannstatt für das erste von maximal drei Duellen um den Verbleib in der DWL ausweichen, da das üblicherweise genutzte Schwimmbad in Untertürkheim nicht zur Verfügung stand. Und obwohl die Freibadluft zunächst durchaus Schwierigkeiten bereitete, so lag die Niederlage des SCW im Süden der Republik nicht an äußeren Einflüssen.

 

Im Gegenteil: Berlin ging zwar durch Kotowski 1:0 in Führung und wehrte sich mit Melwin Meißners Treffer im zweiten Spielabschnitt auch gegen die zwischenzeitliche 2:1-Führung der Gastgeber. Danach aber leistete sich Wedding einige Unkonzentriertheiten in der eigenen Abwehr und gewährte den Cannstättern so zahlreiche Schussgelegenheiten von der Fünfmeterlinie. Die Folge: Beim Seitenwechsel lag Berlin mit 2:5 hinten.

 

Auch im dritten Viertel sah es zunächst nicht nach Besserung aus. Cannstatt legte mit dem 6:2 vor. Erst zur Mitte des Spielabschnitts schenkten Balaban und Knoop dem SCW mit ihren Treffern wieder Hoffnung. Hurpin hatte kurz vor der Pause gar den Anschlusstreffer auf den Händen, scheiterte aber wie im weiteren Spielverlauf noch weitere vier Weddinger mit ihren Abschlüssen im eigenen Überzahl-Spiel.

 

Im Schlussviertel ließen die Wasserballer aus dem Kiez das Spiel dann gänzlich aus den Händen gleiten. Statt vorne zu punkten, kassierte man hinten: Cannstatt zog unaufhaltsam auf 9:4 davon, ehe Moritz Meißner den fünften Treffer der Hauptstädter markieren konnte. Auch dieser leitete aber keine Trendwende mehr ein. Die verbleibenden Tore von Melwin Meißner und Balaban sorgten lediglich dafür, dass der Endstand aus Berliner Sicht etwas versöhnlicher ausfiel (7:11).

 

An anderer Stelle scheiterte auch die Reserve des SCW an wichtiger Stelle: Im Ostdeutschen Wasserball Pokal unterlag Wedding II mit 7:16 dem in jeder Hinsicht überlegenen Gegner vom SV Zwickau und verpasste so den Einzug in das Mitte Juni stattfindende Final-Four-Turnier. Berlin konnte zwar mit einer 4:1 Führung durch Tore von Witzmann, Kocsis und zweimal Fritz fulminant starten. Anschließend zeigten sich gegen die höherklassigen Sachsen auf Seiten des SCW aber deutliche Schwächen. So kam Berlin fast 23 Spielminuten nicht mehr offensiv zum Zug, fing sich aber gleichzeitig einen Konter nach dem anderen. Erst beim aussichtslosen Spielstand von 4:11 markierte Gebauer viereinhalb Minuten vor der Schlusssirene noch einmal einen Treffer. Witzmann legte kurz vor Spielende noch zweimal nach. Am enttäuschenden, aber völlig verdienten Schlussstand änderte dies nichts mehr.

 

Für die Rückkehr der positiven Nachrichten will vor allem das DWL-Team des SC Wedding am kommenden Samstag sorgen. Dann steht im heimischen Kombibad Seestraße das zweite Duell um den Verbleib im Wasserball-Oberhaus an. Im Spiel, das um 17:30 Uhr startet, muss unbedingt ein Sieg her. Dann folgt am Sonntag um 16 Uhr noch eine zweite Partie. Der Eintritt kostet wie üblich 2 Euro (ermäßigt: 1 Euro).

 

Für Wedding 1 spielten: Lis – Melwin Meißner, Balaban (je 2 Tore), Kotowski, Knoop, Moritz Meißner (je 1), Arnhold, Burde, Hurpin, Hübscher, Drachenberg, Langner.

 

Für Wedding 2 im Wasser waren: Marschalek – Witzmann (3 Tore), Fritz (2), Gebauer, Kocsis (je 1), Lefèvre, Kopp, Schlegelmilch, Häntschel, Meißner, Isensee, Wermke, Tscheschlok.

 

 

 

 

 

Weddinger Topscorer gegen Zwickau: Philipp Witzmanns Treffer reichten für den SC Wedding 2 nicht für den Einzug ins Halbfinale des Ostdeutschen Wasserball Pokals.

 

Foto: Wapopic

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