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Harter Kampf mit White Sharks nicht belohnt

 

10. April 2017, Tzwänn Marschalek

 

Der SC Wedding hat das erste Duell um den Einzug ins Viertelfinale der Deutschen Wasserball Liga (DWL) verloren. Gegen die White Sharks Hannover zogen die Berliner vor dem bestens aufgelegten heimischen Publikum mit 8:9 den Kürzeren. Nun müssen bei den möglichen Spielen zwei und drei in vierzehn Tagen zwei Auswärtssiege her.

 

Es war alles bereitet für ein hochklassiges Duell. Die Teams von Wedding und Hannover sprangen am Samstagabend mit leichter Verzögerung im gut gefüllten Kombibad Seestraße ins Wasser sprangen, um im ersten von maximal drei Spielen den Einzug ins Viertelfinal-Playoff auszufechten. Die Stimmung beim SCW war nach dem bisherigen Saisonverlauf vorsichtig optimistisch. So hatte der Gegner aus Hannover zwar die Vorrunde der DWL in der spielstärkeren A-Gruppe gespielt und war somit auf dem Papier auch der Favorit. Gleichzeitig stehen die Niedersachsen aber mit dem Rücken zur Wand, denn für sie geht es nach dem vorletzten Platz in der genannten Gruppe um den Verbleib im Oberhaus des deutschen Wasserballs. Der SCW ging dagegen mit der psychologisch günstigen Ausgangsposition des Tabellenzweiten der B-Gruppe in die Partie.

 

Und die startete nach Maß: Aus einer konzentrierten Verteidigung heraus ging Berlin nach gut drei Minuten Spielzeit durch Völkel mit 1:0 in Führung. Hannover kam zwar nach sieben Minuten zum Ausgleich und ging kurz darauf erstmals in Führung. Gleichzeitig schenkten die Niedersachsen dem Gastgeber kurz vor Ende des ersten Viertels durch eine unbedachte regelwidrige Faustabwehr quasi einen Fünfmeter-Strafwurf. Diesen verwandelte Kotowski souverän zum 2:2-Pausenstand.

 

Auch in Viertel zwei ging Berlin zunächst durch einen sehenswerten Rückhandabschluss von Knoop in Führung, geriet anschließend allerdings abermals in Rückstand. Erst Melwin Meißner sorgte dreißig Sekunden vor dem Seitenwechsel für den erneuten Gleichstand auf der Anzeigetafel. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem sich die Gäste aus Niedersachsen zunächst auf 6:4, später auch auf 7:5 sowie 8:6 absetzen konnten. Die Wasserballer aus dem Kiez blieben durch Tore von Balaban, Moritz Meißner und erneut Kotowski jedoch dran.

 

Pure Begeisterungsstürme bei den Berliner Fans löste der 8:8-Ausgleich aus, den Arnhold rund 100 Sekunden vor der Schlusssirene nach einem vorherigen Torwurf-Abpraller erzielte. Die Begeisterung verflog jedoch jäh, als der SCW in der letzten Spielminute zunächst einen Ausschluss und in der anschließenden Unterzahl das 8:9-Siegtor der Hannoveraner hinnehmen musste. Die verbleibenden 25 Sekunden reichten nicht mehr für einen weiteren erfolgreichen Angriff.

 

„Das war ein Spiel auf Augenhöhe“, kommentierte SCW-Torschütze Knoop nach dem Spiel. „Beide Mannschaften haben heute Wasserball gezeigt, der nicht nur die Spieler, sondern auch die Zuschauer zu begeistern und mitzureißen weiß. Bei gleichem Engagement, Fokus und Leidenschaft sind wir zuversichtlich, dass das Pendel in den nächsten Begegnungen in unsere Richtung ausschlägt.“

 

Auch Sören Mackeben lobte seine Schützlinge für die gezeigte – wenn auch noch nicht belohnte – Leistung. Der Blick geht nun voraus, denn bereits eine Woche nach Ostern stehen die entscheidenden Auseinandersetzungen in Hannover an. Dann muss der SCW zwei Mal gegen die Niedersachsen gewinnen, um den Einzug ins Viertelfinale noch zu schaffen.

 

Für Berlin spielten: Lis – Kotowski (2 Tore), Völkel, Balaban, Knoop, Moritz und Melwin Meißner, Arnhold (je 1), Burde, Schlegelmilch, Langner, Drachenberg, Hübscher.

 

 

 

Knapp vorbei ist auch daneben: SCW-Coach Sören Mackeben weiß, dass in den Duellen gegen die White Sharks Hannover Kleinigkeiten entscheidend sind.

 

Fotos: Marschalek/SCW

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