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SCW vergeigt Saisonauftakt

 

16. Oktober 2017, Tzwänn Marschalek

 

Der SC Wedding hat sein Auftaktmatch in der Deutschen Wasserball Liga (DWL) mit 9:10 verloren. Nach gutem Start verloren die Berliner gegen den SC Neustadt immer wieder den Spielverlauf und leisteten sich am Ende zu viele eigene Fehler. Kommende Woche muss der SCW zum Pokalspiel nach Frankfurt.

 

Hängende Gesichter prägten das Bild im Kombibad Seestraße am Samstagabend in der einen Ecke des Schwimmbads an der Seestraße. In der anderen Ecke skandierten die Spieler des SC Neustadt zu ihren ersten zwei Punkten lautstark "Auswärtssieg". Zuvor war die Auftaktpartie in der DWL mit 9:10 aus Sicht der Gastgeber verloren gegangen.

 

Dabei sah es zunächst durchaus so aus, als könnten die Spieler aus dem Norden Berlins ihre siegreichen Auftaktpartien aus den beiden Vorjahren wiederholen. Balaban per Heber, Kotowski und Melwin Meißner in Überzahl brachten den SCW im ersten Spielabschnitt mit 3:1 in Front. Neustadt kämpfte sich im zweiten Viertel allerdings wieder auf ein Tor heran, wobei man aufgrund von Knoops Treffer von der Centerposition beim Stand von 4:3 die Seiten wechselte.

 

Trainer Sören Mackeben forderte nun mehr Esprit in Verteidigung und Spiel nach vorne. Was seine Mannschaft im dritten Viertel ablieferte, entsprach aber eher dem Gegenteil. Insbesondere in der Rückwärtsbewegung leistete sich Wedding zu viele überflüssige Ausschlussfehler. Gleichzeitig fehlte es in der Unterzahl am geforderten Kampfgeist. Acht Gegentore nach eigenen Ausschlüssen waren das Resultat - vier davon im dritten Spielabschnitt.

 

Die Berliner lieferten zwar gleichzeitig im Angriff nach vorne immer wieder eigene Akzente, sodass man nach Treffern von erneut Kotowski, Knoop, zwei Mal Melwin Meißner und Neuzugang Uros Fabic immer wieder ausglich oder gar in Führung ging. In der Verteidigung fehlte aber vor allem nach dem 9:8 gut vier Minuten vor Schluss die nötige Abgeklärtheit, um den ersten Heimsieg der neuen Saison einzufahren. Eine weitere Überzahl für Neustadt und ein grober Schnitzer in der Konterabwehr schufen Tatsachen, die der SCW letztlich schlucken musste.

 

"Das war natürlich nicht das, was wir uns für heute vorgenommen und vorgestellt hatten", resümierte Sören Mackeben nach der Partie. "Das Spiel macht hoffentlich jedem klar, dass uns in der DWL nichts geschenkt wird."

 

Und das gilt natürlich nicht nur für die Liga. Tatsächlich müssen sich die Nordberliner bereits in der kommenden Woche erstmals in dieser Saison im Deutschen Wasserballpokal auszeichnen. Am Samstag, den 21. Oktober geht es in der zweiten Spielrunde zum Frankfurter SC.

 

Der SCW spielte mit: Lis - Melwin Meißner (3 Tore), Kotowski, Knoop (je 2), Balaban, Fabic (je 1), Ceccarini, Schlegelmilch, Hurpin, Hübscher, Moritz Meißner, Langner, Thurow.

 

 

Ins Straucheln geraten: Kapitän Philipp Kotowski erzielte gegen Neustadt zwei Tore. Das änderte nichts an der enttäuschenden Niederlage.

 

Fotos: Nikolay Filjakov

 

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