201411_SCW_OSC

SCW bleibt zuhause erneut sieglos

 

24. November 2014, Tzwänn Marschalek

 

Berlin/Wedding. Auch in ihrem vorerst letzten Heimspiel des Jahres blieben die Wasserballer des SC Wedding 1929 ohne Sieg. In seiner dritten Partie der laufenden DWL-Saison kam der SCW in einer aufgeheizten Party gegen den Lokalrivalen vom OSC Potsdam nicht über eine 8:14-Niederlage hinaus. Damit steht der Vorjahresdreizehnte immernoch bei nur einem Punkt.

 

Es wurde der erwartet harte Kampf. Im bei Spielern wie Fans gleichermaßen beliebten Berlin-Brandenburg-Derby standen sich zwei alte Bekannte gegenüber. "Das wollten wir eigentlich zu unserem Vorteil nutzen.", äußerte sich ein enttäuschter

Mannschaftskapitän Sascha Knoop nach dem Spiel. Doch das gelang nur teilweise. Bis zur Halbzeit sahen die Fans einen Fight auf Augenhöhe, danach glänzte nur noch eine Mannschaft - die der Gäste.

 

Potsdam war bereits im ersten Viertel zwei Mal in Führung gegangen, doch dem Nordberliner Kiezclub gelang jeweils kurz darauf der Anschlusstreffer. Für den 2:2-Viertelstand sorgten Kotowski mit einem schnellen Abschluss in Überzahl und Melwin Meißner mit einem sehenswerten Kontertreffer.

 

Im zweiten Viertel dann ein ähnliches Bild - ein hochattraktives Spiel mit einem wahren Kopf-an-Kopf-Rennen um den Sieg. Diesmal ging Wedding durch ein Kontertor von Knoop in Führung, geriet jedoch in der Folge mit 3:4 ins Hintertreffen, ehe Koch und Kotowski erneut zwei Überzahlen nutzen konnten. Doch Potsdam glich abermals umgehend aus - ein schneller Abschluss bei eigener Überzahl reichte für den 5:5-Halbzeitstand.

 

Kurz zuvor hatte der Weddinger Centerspieler Pascal Hübscher nach einer unübersichtlichen Auseinandersetzung mit dem ehemaligen Nationalspieler Hannes Schulz einen Ausschluss mit Ersatz kassiert und stand damit seiner Mannschaft nicht mehr zur Verfügung. Ob dies den Grund für den anschließenden Leistungseinbruch der Berliner darstellte, ist reine Spekulation; in jedem Fall aber markierte Hübschers "Rolle" den Wendepunkt der Partie.

 

Zwar gelang es Leo Grütte im dritten Viertel nach erneuter Potsdamer Führung nochmals zum 6:6 auszugleichen, aber dann lief die Tormaschine nur noch bei den Gästen. Erst beim Stand von 6:9 gelang Staffan Langner nach schöner Vorarbeit von Kotowski mit einem wahren Lattenkracher der nächste SCW-Treffer.

 

Aber dieser hatte keine Wirkung mehr. Als Melwin Meißner wenige Augenblicke später nach einem unnötigen Konterfoul ohne Ersatz ausgeschlossen wurde, stand es bereits 7:10. Vier Minuten Unterzahl - das war nicht mehr zu kompensieren. Der Kiez stemmte

sich unter den Anfeuerungsrufen der erneut zahlreich angereisten Fans zwar wieder und wieder gegen die Potsdamer Angriffswellen, an einen Sieg war aber nicht mehr zu denken. Moritz Meißners Tor war letztlich nur noch Ergebniskosmetik für den enttäuschenden 8:14-Endstand.

 

"Wir wussten, dass es ein hartes Spiel werden würde, aber wir haben nur eine Halbzeit abgerufen, was wir konnten.", kritisierte Trainer Stefan Tschierschky im Anschluss, "Das war schlussendlich auch unsere eigene Dummheit." Auch Torwart Pawel Lis zeigte sich sichtlich unzufrieden in seinem Spielfazit: "Das war eines der schlechtesten Spiele seit Langem."

 

Nun steht der SCW mit dem Rücken zur Wand. Mit nur einem Punkt nach drei Spielen stehen die Berliner auf Platz 5 der B-Gruppe. Für das selbsterklärte Ziel der Top-4 in dieser Runde müssen in den kommenden Partien daher Siege folgen, erstmals dann am Nikolaustag im Auswärtsspiel gegen den Aufsteiger von der SpVg Laatzen. Zuvor geht es am kommenden Samstag jedoch im Pokal-Achtelfinale nach Stuttgart zum SSV Esslingen.

 

Der SCW spielte mit:

Lis - Kotowski (2 Tore), Knoop, Melwin und Moritz Meißner, Koch, Grütte, Langner (je 1), Sarosi, Schulz, Hübscher, Biegel, Balaban

 

 

Teambesprechung: In der ersten Halbzeit zeigten die taktischen Vorgaben von Trainer Stefan Tschierschky noch Wirkung.

 

Foto: Tzwänn Marschalek

#nurderkiez

Copyright © SC Wedding 1929 e.V. Kontakt Impressum