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SC Wedding holt ersten Saisonpunkt

 

17. November 2014, Tzwänn Marschalek

 

Berlin/Wedding. Die Wasserballer des SC Wedding 1929 haben am vergangenen Samstag in einer spannungsgeladenen Partie gegen den SV Krefeld 72 ihren ersten Punkt in der laufenden Bundesligasaison geholt. Nach 32 Spielminuten stand es 7:7-Unentschieden – und das Pendel hätte zu beiden Seiten ausschlagen können.

 

„Das Spiel hatte heute zwei Gesichter: Die Einstellung hat gestimmt und man konnte sehen, dass es sich lohnt, Einsatz zu zeigen – auch und gerade gegen einen starken Kontrahenten. Leider – und das ist die andere Seite der Medaille – konnten wir uns nicht ganz dafür belohnen“, sprach Trainer Stefan Tschierschky nach dem Spiel zu seinen Mannen und traf damit den Nagel auf den Kopf.

 

Die Stimmung im Weddinger Team war in der Tat aufgeladen. Nach dem verlorenen Duell gegen den SVV Plauen wollte man Wiedergutmachung leisten und zeigen, dass die „Festung Seestraße“ nicht umsonst diesen Namen trägt. Auch von den Seiten des Beckens erfuhren die Weddinger große Unterstützung – erneut hatten sich zahlreiche Fans zum Spiel eingefunden.

 

Im Wasser schlug sich vor allem die vor Wochenfrist erneut umgestellte Zone des SCW positiv nieder. Insbesondere den ehemaligen Nationalspieler Sven Roeßing, mit dem sich der SV Krefeld im Sommer verstärkt hatte, konnte man auf der Centerposition weitgehend aus dem Spiel nehmen. Diese Leistung schlug sich denn auch in der Auszeichnung „Spieler des Tages“ für den Weddinger Kapitän Sascha Knoop nieder, der den größten Teil des Spiels Roeßings Gegenpart im Wasser bildete.

 

Hochkonzentriert gingen die Kiezwasserballer also zunächst zu Werke, wenn auch die harte Arbeit erst am Ende des ersten Viertels belohnt wurde: André Koch nahm sich in Überzahl ein Herz und wuchtete den Ball zum 1:0 in die Maschen. Der Vorsprung hielt jedoch nicht lange an; gleich im ersten Angriff des zweiten Viertels erzielte Krefeld den 1:1-Ausgleichstreffer. Torschütze war Phillip Stachelhaus, den der SCW im Spielverlauf nie richtig in den Griff bekam und mit dessen Fernschüssen sich auch der sonst stark haltende Weddinger Rückhalt Pawel Lis im Tor reichlich schwer tat.

 

In der Folge entwickelte sich das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch. Die Nordberliner konnten zwar zunächst bei 5:41 Minuten im zweiten Viertel durch einen starken Fernschuss von Staffan Langner erneut in Führung gehen, bis zur Viertelpause hatten jedoch die Krefelder durch zwei ärgerliche Fernschüsse die Nase vorn und erhöhten zudem zu Anfang des dritten Abschnitts auf 2:4.

 

Doch diesmal hatte sich der SCW fest vorgenommen, zu kämpfen – und in der Tat man kämpfte sich wieder heran. Koch mit einem schnippischen No-Look-Schuss flach in die rechte Ecke, dann Biegel in Überzahl und Knoop mit einem weiteren Fernschuss brachten die Nordberliner erneut in Front. Leider gelang es auch diesmal nicht, diese Führung mit in die Pause zu nehmen: 17 Sekunden vor dem Ende des Viertels erzielte Krefeld in Überzahl den 5:5-Ausgleich. Zuvor hatte sich Moritz Meißner mit der Ausführung eines Freiwurfes leider unglücklich in Szene gesetzt und so eine Überzahl für den Gegner „provoziert“.

 

„Jetzt geht’s erst richtig los!“, rief Trainer Tschierschky seinen Jungs vor dem letzten Abschnitt zu und der Kiez brannte. Doch zunächst war wieder Krefeld am Zug. Stachelhaus machte es besser als der Berliner Marton Sarosi als er im Konter seine Chance zur 5:6-Führung nutzte. Schulz konnte aber in Überzahl wieder ausgleichen. Kurz darauf kam Sven Roeßing auf der Krefelder Centerposition zum Zug und brachte zweieinhalb Minuten vor Schluss Krefeld abermals mit einem Tor in Front. Koch konnte zwar nach einem Foul an Biegel bei 1:20 auf der Uhr durch einen Fünfmeter-Strafwurf wieder Gleichstand herstellen, aber schlussendlich konnte sich der SCW in einem hochattraktiven Spiel nicht mehr mit zwei Punkten belohnen.

 

Der erste Sieg soll nun am kommenden Samstag (22. November) im letzten Heimspiel des Jahres gegen den Lokalrivalen vom OSC Potsdam her. Um 18.00 Uhr laden die Kiezwasserballer dann wieder zu Spitzensport und Freibier ins Kombibad an der Seestraße.

 

Für Wedding spielten:

Lis, Marschalek – Koch (3 Tore), Schulz, Biegel, Langner, Knoop (je 1), Hübscher, Grütte, Sarosi, Melwin und Moritz Meißner, Kotowski

 

Fotos: Philipp Hardow (www.phil-foto.de)

 

 

 

Torabschluss: Staffan Langner (li.) feuert hier seinen Schuss zum 2:1 in die linke Ecke des Krefelder Kastens.

 

Foto: Philipp Hardow

 

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