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SC Wedding verliert Auftaktmatch in eigener Halle

 

26. Oktober 2014, Tzwänn Marschalek

 

Mit einer weitestgehend unglücklichen Vorstellung ist der Wasserballbundesligist SC Wedding 1929 in die Saison 2014/15 gestartet. Beim Auftaktmatch im gut gefüllten heimischen Kombibad Seestraße kassierten die Nordberliner eine bittere 4:10-Niederlage gegen den SVV Plauen.

 

Dabei hatte alles so gut begonnen: Der SCW hatte in den vergangenen Wochen für die neue Saison kräftig die Werbetrommel gerührt und die Zuschauer auch mit der klangvollen Parole „Für jeden was dabei: Freibier und jede Menge heiße Typen“ in die „Festung an der Seestraße“ gelockt. Trotz gut gefüllter Kulisse begann diese Festung aber im Spielverlauf schnell zu bröckeln.

 

Grund dafür waren vor allem die nicht genutzten Berliner Torchancen. Ein ums andere Mal kamen die Weddinger vor dem Tor des hochmotivierten Gegners aus Plauen nicht zwingend genug zum Abschluss. Co-Trainer Peter „Eckig“ Rund kritisierte denn auch: „Das Zünglein an der Waage war heute eindeutig unser Abschluss: Bei 13 Überzahlen und einem Strafstoß müssen wir schlicht öfter zum Erfolg kommen als ein Mal.“

 

Bei Abschluss des ersten Viertels stand es daher auch 0:2 aus Sicht des Gastgebers. Erst im zweiten Spielabschnitt kamen die Nordberliner durch ein aus einem Konter erzielten Treffer des Neuzugangs Dusan Balaban zum 1:2-Anschluss. Moritz Meißner hatte den ehemaligen Potsdamer zuvor schön in Szene gesetzt. Vor der Halbzeitpause wiederholte sich dieses Bild noch zwei Mal. Melwin Meißner erzielte ebenfalls nach einem Konter das 2:3, Carsten Schulz brachte die Nordberliner kurz vor der Pause mit dem einzigen Berliner Überzahltor des Tages auf 3:4 heran. Nichtsdestotrotz versprühten die Weddinger auch zu diesem Zeitpunkt zu wenig Torgefahr und mussten so konstant einem Vorsprung der Plauener hinterher laufen.

 

Im dritten Viertel ging es zunächst ohne gefährliche Abschlüsse hin und her. Erst nach vier gespielten Minuten konnte Plauen auf 5:3 und kurz darauf auf 6:3 erhöhen. Ein letztes Aufbäumen demonstrierte André Koch, der mit seinem Fernwurf gegen Ende der dritten Periode noch einmal den 4:6-Anschluss erreichte.

 

Doch danach gingen den Gastgebern scheinbar die Ideen aus. Die erhöhten Bemühungen wurden abermals nicht durch einen Torerfolg belohnt, stattdessen zogen die Gäste aus dem Vogtland durch mehrfache Konter- und Überzahltreffer uneinholbar auf 4:10 davon. Grund dafür war neben dem schwachen Torabschluss zu Ende der Partie auch das erhöhte Risiko, sodass der Endstand sicher nicht adäquat die Kräfteverhältnisse im Wasser widerspiegelt. Den traurigen Höhepunkt des vierten Viertels setzten Balaban, der nach einer unnötigen Beschwerde gegen den Schiedsrichter einen Ausschluss mit Ersatz kassierte, und Hübscher, der kurz vor Ende des Spiels einen Strafwurf mit einem unmotivierten Schuss vergab. „So schmerzlich die Niederlage an sich heute ist, umso schlimmer finde ich es, dass wir am Ende aufgehört haben, zu spielen. Das darf uns einfach nicht passieren“, schimpfte Kapitän Sascha Knoop nach der Partie.

 

Trainer Stefan Tschierschky legte den Fokus auf die kommenden Wochen: „Sicherlich war das heute nicht das, was wir uns vorgenommen haben und auch spielen können. Wir haben jetzt drei Wochen Zeit, uns auf unseren nächsten Gegner vorzubereiten. Dann werden wir uns besser präsentieren.“

 

Für das am 15. November anstehende Heimspiel gegen den SV Krefeld 72 wünschen sich die Nordberliner eine ähnlich begeisterte Kulisse wie dieses Wochenende. Das Spiel startet dann um 18.00 Uhr – erneut mit Freibier und freiem Eintritt.

 

Der SC Wedding spielte mit:

Lis – Koch, Melwin Meißner, Balaban, Schulz (je ein Tor), Knoop, Sarosi, Hübscher, Grütte, Kotowski, Biegel, Langner, Moritz Meißner

 

 

 

 

Trainer Stefan Tschierschky (mittig) hatte angesichts der schwachen Vorstellung seiner Mannschaft viel zu kritisieren.

 

Foto: Philipp Hardow

 

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