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Wasserballer des SC Wedding gewinnen die 41. Ausgabe des heimischen Abendroth-Pokals

 

01. September 2014, Tzwänn Marschalek

 

Mit einem 8:7-Finalsieg über den Liga-Dauerrivalen OSC Potsdam gewann der SC Wedding am vergangenen Wochenende den 41. Abendroth-Pokal. Das traditionelle Vorbereitungsturnier des Nordberliner Bundesligisten war in diesem Jahr gespickt mit einem Teilnehmerfeld von internationalen Vertretern aus Dänemark, Italien, Litauen, Polen und Deutschland.

 

Angelaufen war das Turnier am Freitagnachmittag für den SC Wedding zunächst schleppend. Gegen den erstmaligen Gast Pallanuoto Bari aus Italien konnte sich das Team von Trainer Stefan Tschierschky trotz anfänglicher 2:0-Führung durch Tore von Sascha Knoop und Philipp Kotowski stand es bis Anfang des vierten Viertels noch 4:4 (weitere Tore: Biegel, Schulz). Erst in den letzten Minuten gelang durch Tore von Marcel Pierry und abermals Knoop und Kotowski der Befreiungsschlag zum 7:4-Auftaktsieg.

 

Mit Sand im Getriebe ging es für Wedding auch am Samstag zunächst weiter. In einer schwachen Partie kamen die müde wirkenden Nordberliner nicht über ein 2:2 gegen den späteren Gruppenletzten OSLF Odense hinaus (Tore: Pierry, Schulz). Tschierschky reagierte mit mahnenden Worten und diese verfehlten ihre Wirkung nicht. Obwohl auch gegen den Liga-Rivalen SVV Plauen nicht alles rund lief, kamen die Weddinger schlussendlich zu einem weitgehend ungefährdeten 6:2-Erfolg und buchten so das Ticket fürs Finale. In die Torschützenliste eintragen konnten sich dabei Kotowski (2), Schulz, Grütte, Pierry und Knoop.

 

Das Finale am Sonntag – von den Teams auch wegen des vergleichsweise späten Spieltermins nach der traditionell feucht-fröhlichen Turnierfete im Vereinsheim am Vorabend sportlich angepeilt – war dann ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Über den gesamten Spielverlauf konnte sich weder der OSC Potsdam noch der SC Wedding entscheidend absetzen, wobei die Berliner Tore bis zum 6:6-Zwischenstand auf Langner, Moritz Meißner, Pierry, Grütte und Schulz (2) gingen. Auch eine vierminütige Wedding-Überzahl nach einem unsportlichen Foul an Jeldrik Biegel konnte an der knappen Partie wenig ändern. Zeitweise sah es sogar so aus, als würde man den Turniersieg hergeben müssen, als Potsdam zu Anfang des vierten Viertels mit 7:6 in Führung ging. Die abschließenden Tore von Langner und Kotowski sorgten dann aber für Jubel auf den Rängen und dafür, dass Kapitän Sascha Knoop am frühen Sonntagnachmittag den Abendroth-Pokal entgegen nehmen konnte.

 

Etwas überraschend für alle Beteiligten war der Auftritt der zweiten Mannschaft des SC Wedding, die nach der kurzfristigen Absage des Vorjahressiegers aus dem dänischen Slagelse nachgemeldet worden war. So hatte Trainer Tschierschky die Möglichkeit den Nachwuchsakteuren der Ersten weitere Einsatzzeiten zu verschaffen. Weddings Reserve schlug sich denn auch akzeptabel, obwohl unterm Strich keine Punkte verbucht werden konnten. Dennoch, lediglich als man am Samstag mit 2:15 gegen den späteren Finalisten Potsdam das Nachsehen hatte, war zu spüren, dass die Zweite ursprünglich nicht für das Turnier vorgesehen war. Bei den Niederlagen gegen Vilnius Baltic Amadeus (6:9), WTS Bytom (5:6) und OSLF Odense (4:6) ging man als ebenbürtiger Verlierer aus dem Wasser.

 

Immerhin: Im engen Wettstreit gegen die Gastmannschaft Bytom gelang es Pawel Lis sich gegen seinen polnischen Jugendklub als Feldspieler in die Torjägerliste einzutragen. Seinen wirklichen Wert für den SC Wedding unterstrich Lis jedoch wie so oft als Torwart der ersten Mannschaft. Nicht umsonst wurde er für seine zahlreichen Paraden bei der abschließenden Siegerehrung als bester Torwart des Turniers ausgezeichnet.

 

Wedding I spielte mit: Lis, Marschalek – Grütte (2 Tore), Knoop (3), Maximilian Meißner, Moritz Meißner (1), Melwin Meißner, Sarosi, Schulz (5), Marcel Pierry (4), Hübscher, Kotowski (5), Biegel (1), Langner (2), Balaban, Witzmann

 

Wedding II spielte mit: Tschierschky, Marschalek – Knoop (3), Fritz, Kopp (2), Maximilian Meißner (2), Moritz Meißner, Melwin Meißner (5), Witzmann, Sascha Pierry, Hübscher (1), Langner (2), Schwenzon, Lis (1), Balaban (1)

 

Weitere Ergebnisse unter:

http://www.deutsche-wasserball-liga.de/index.php/home/alle-beitraege/9-maenner/793-wedding-mit-15-sieg-beim-abendroth-pokal

 

 

 

 

Sichere Bank: Wie so oft glänzte Torhüter Pawel Lis auch im heimischen Freibad mit starken Paraden.

 

Foto: Philipp Hardow

 

 

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