201410_pokal_SCW_Hildesheim

SC Wedding zieht nach Pokalfight in dritte Runde ein

 

20. Oktober 2014, Tzwänn Marschalek

 

Mit einem 12:9-Erfolg bei HSC Hellas-1899 Hildesheim zog die Mannschaft des SC Wedding 1929 am Samstag in die dritte Runde des DSV-Pokals ein. Nach einem durchwachsenen Auftakt konnte sich der Nordberliner Bundesligist fangen und die zerfahrene Partie letztlich für sich entscheiden. Am 29.11. geht es nun gegen den SSV Esslingen.

 

Als klarer Favorit reisten die Weddinger nach Hildesheim, das in der ersten DSV-Pokalrunde Anfang Oktober die WSG Oberhausen mit 23:6 buchstäblich überschwommen hatte. Trainer Stefan Tschierschky warnte schon zuvor, die Hildesheimer deshalb nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Das gelang seinen Spielern jedoch nur bedingt – nach drei Minuten lagen die Berliner mit 2:0 hinten. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch zwei sehenswerte Treffer von Philipp Kotowski lagen die Nordberliner jedoch zwei Minuten vor Ende des ersten Spielabschnitts schon wieder zurück (4:2).

 

Erst dann drehte der SC Wedding auf. Centertore von Hübscher und Knoop sorgten vor der Pause für den 4:4-Ausgleich, Moritz Meißner, Schulz, Balaban und nochmals Hübscher erhöhten im zweiten Viertel zu einem komfortablen 8:4-Vorsprung. Coach Tschierschky sagte später: „Wir hatten heute einen schwierigen Auftakt gegen eine junge und motivierte Truppe, die ihre Sache gut gemacht hat. Wir waren besonders am Anfang nicht präsent genug, um eine frühe Entscheidung herbeizuführen. Das ist uns im zweiten Viertel besser gelungen, als wir vorne überzeugten und unsere Chancen dann auch genutzt haben.“

 

Im Anschluss verlor das Spiel auf beiden Seiten an Struktur. Sehr viele Eingriffe des Schiedsrichtergespanns und zahlreiche Offensivfouls begründeten eine zunehmend unruhige Partie, die mehr dem Auf und Ab eines Schwimmwettkampfs als einem Wasserballspiel glich. Nachdem die Hildesheimer noch einmal auf 6:8 verkürzten, zog Wedding durch Balaban und Kleinschmidt erneut auf vier Tore davon. Wirklich gefährlich wurde es für die Nordberliner letztendlich nicht mehr. Mit dem zwischenzeitlichen 11:7 (Grütte) und dem 12:9 (Kotowski) eine Minute vor Schluss war das Spiel entschieden.

 

Nach einem harten Kampf stehen die Weddinger damit in der dritten Runde des DSV-Pokals und müssen Ende November zum A-Gruppen-Team vom SSV Esslingen an den Neckar. Leistungsträger Jeldrik Biegel wird dann jedoch fehlen. Der Außenspieler wurde nach seiner Beschwerde über die Arbeit der Schiedsrichter mit Ersatz ausgeschlossen und ist somit im nächsten Spiel gesperrt.

 

Es bleibt festzuhalten: In der Truppe steckt viel Potenzial, wenn es konsequent abgerufen wird. So resümierte auch Stefan Tschierschky: „Wir haben heute sicherlich einen kleinen Denkzettel bekommen. Mit dem Blick aufs nächste Wochenende, wenn wir zum Saisonauftakt den SVV Plauen zu Gast haben, dürfen wir uns solche Schwächephasen wie heute zu Beginn des Wettstreits nicht erlauben.“

 

Wedding spielte mit:

Lis – Kotowski (3 Tore), Hübscher, Balaban (je 2), Knoop, Schulz, Grütte, Moritz Meißner, Kleinschmidt (je 1), Koch, Melwin Meißner, Biegel, Langner

 

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