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Wedding dreht Spiel und feiert ersten Heimsieg

 

19. Januar 2015, Tzwänn Marschalek

 

Wedding/Berlin. Im Spiel der Deutschen Wasserball Liga um den strategisch wichtigen fünften Rang der B-Gruppe besiegte der SC Wedding am vergangenen Samstag den SV Weiden. Mit einer engagierten Leistung konnten die Wasserballer aus dem Kiez nicht nur einen Zwei-Tore-Halbzeitrückstand aufholen, sondern auch die 120 begeisterten Fans mit dem ersten Heimsieg der Saison belohnen.

 

„Wir haben heute endlich mal über vier Viertel unser Potenzial abrufen können. Das war stark!“, lobte nach dem Spiel ein sichtlich zufriedener Stefan Tschierschky, der zunächst einen nervösen Auftakt seiner Mannschaft vom Beckenrand beobachten musste. Hinten konnte Weiden durch einfache Fehler schnell mit 0:2 in Führung gehen, vorne gelang es – auch in Überzahl – nicht, entscheidenden Druck aufzubauen.

 

Dann aber sorgte der spätere Spieler des Tages, Jeldrik Biegel, wie aus dem Nichts für den Anschlusstreffer. Als Staffan Langner wenig später im Konter per Aufsetzer den Ball zum 2:2 in die Kurze Ecke knallte, konnte man auf den Mienen der Weddinger bereits lesen – heute lassen wir uns in unserer Festung nicht wieder die Butter vom Brot nehmen.

 

Weiden konnte zwar im zweiten Spielabschnitt wieder in Führung gehen und ging trotz zweimaligen Ausgleichstreffers (Kleinschmidt, Sarosi) auch mit zwei Toren Vorsprung in die Halbzeitpause; nach dem 5:7 im dritten Viertel (zwischenzeitlicher Anschlusstreffer von Kotowski) waren für die Gäste aber alle Messen gesungen. Mit unbändigem Kampfgeist, strukturierter Defensivarbeit unter Regie von Rückhalt Pawel Lis und einem glücklichen Offensivhändchen gelang es dem SCW zunächst durch Tore von Kleinschmidt in Überzahl und Koch per Fernschuss wiederum den Ausgleich herzustellen und schließlich auch mit 8:7 in Führung zu gehen (Knoop).

 

Im letzten Viertel mussten sich die Weddinger Fans im gut gefüllten Kombibad Seestraße dann wohl vorgekommen sein wie im Film. Schulz (9:7) sowie abermals Sarosi (11:7 / 13:7) und Langner (12:7) erhöhten scheinbar nach Belieben; die Weidener Durststrecke wollte kein Ende nehmen. Das „Tor des Tages“ gelang indes wohl Center Pascal Hübscher, der einen misslungenen Überzahlheber von Kleinschmidt kurzerhand zum Pass umfunktionierte und über die Linie drückte.

 

„Genauso hatten wir uns das vorgestellt.“, rief nach dem Spiel der sichtlich erfreute Torschütze Philipp Kotowski, der vor dem Spiel im Weddinger Kiezreport noch mehr Entschlossenheit von seinem Team gefordert hatte. Sascha Knoop bedankte sich vor allem für die Unterstützung vom Beckenrand: „Es war heute einfach geniale Stimmung – das hat Spaß gemacht!“, so der Kapitän der Kiezwasserballer, der seine Mannschaft auch daran erinnerte, dass es mit einem Sieg noch nicht getan sei.

 

In der Tat: Zwar kletterten die Nordberliner mit dem 13:7-Erfolg auf den fünften Rang in der DWL-B-Gruppe, am kommenden Samstag wartet vor der Liga-Rekordkulisse des SVV Plauen aber bereits die nächste schwere Aufgabe. „Plauen hat uns zuhause ganz schön alt aussehen lassen“, erinnert sich Coach Tschierschky an den Saisonauftakt im Oktober, „das wollen wir diesmal ändern.“

 

Der SCW spielte mit:

Lis – Sarosi (3 Tore), Kleinschmidt, Langner (je 2), Knoop, Koch, Hübscher, Schulz, Kotowski, Biegel, Melwin und Moritz Meißner, Grütte

 

Bilder: Philipp Hardow (www.phil-foto.de)

Spieler des Tages: Jeldrik Biegel brachte mit seinem Anschlusstreffer zum 1:2 den Weddinger Angriffsknoten zum Platzen.

 

Foto: Philipp Hardow

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